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Zielfindungsprozess der Metropolregion Hamburg (2014 – 2015)

Aufbauend auf der bereits abgeschlossenen Evaluation der Arbeit der Metropolregion Hamburg (MRH) in den Jahren 2010 bis 2013 berät das FG ROP die Metropolregion Hamburg im Rahmen ihrer mittel- und langfristigen Strategieentwicklung.

Ziel ist es, die mittel- und langfristigen Entwicklungsziele der MRH (mittelfristig: Strategischer Handlungsrahmen 2014-2016, langfristige Ziele bis 2025) zu erörtern sowie inhaltliche als auch für strukturelle Fragen zu diskutieren. Zu den Aufgaben der Projektbegleitung gehören die fortlaufende Beratung der MRH, die Erarbeitung von drei Szenarien über mögliche zukünftige Entwicklungen der MRH in Abstimmung mit der MRH, die Moderation von zwei Workshops mit den regionalen Akteuren sowie die konzeptionellen Verdichtung der Ergebnisse dieses Prozesses. Zur Erarbeitung der Szenarien im Rahmen des Zielfindungsprozesses der Metropolregion Hamburg wird ein so genannter „transformativer Ansatz“ der Szenarioplanung zur Anwendung kommen. Der Schwerpunkt liegt darauf, ein gemeinsames Verständnis unter den regionalen Akteuren der Metropolregion über mögliche Entwicklungen und Handlungsalternativen zu entwickeln.

Im Auftrag der Träger der Metropolregion Hamburg (MRH) hat das Fachgebiet Raumordnung und Planungstheorie der TU Dortmund als externer Gutachter zwischen November 2013 und März 2014 die Arbeit in den Gremien der MRH evaluiert. Bei der vorliegenden Untersuchung handelte es sich um eine summative Umsetzungs-, Ziel¬erreichungs- und Effizienzkontrolle. Evaluanden waren die Gremien, Instrumente sowie Arbeits- und Entscheidungsprozesse der MRH im Zeitraum 2010 bis 2013. Es war Aufgabe der Evaluation, die strategische und strukturelle Weiterentwicklung der MRH durch eine qualifizierte „Rückschau“ vorzubereiten.

In einem nächsten Schritt sollen nun die mittel- und langfristigen Entwicklungsziele der MRH (mittel¬fristig: Strategischer Handlungsrahmen 2014-2016, langfristige Ziele bis 2020) erörtert sowie inhalt¬liche als auch für strukturelle Fragen diskutiert werden. Im diesem Rahmen hat die Metropolregion Hamburg erneut das FG ROP in Kooperation mit dem Büro für Szenarioplanung (NSP), Dresden, mit der Projektbegleitung beauftragt. Hierunter fällt die fortlaufende Beratung der MRH, die Erarbeitung von drei Szenarien über mögliche zukünftige Entwicklungen der MRH in Abstimmung mit der MRH, die Moderation von zwei Workshops mit den regionalen Akteuren sowie die konzeptionellen Verdichtung der Ergebnisse dieses Prozesses.

Szenarien dienen nicht der Vorhersage, sondern der Darstellung möglicher Zukünfte als Grundlage strategischer Planung. Sie beschreiben potenzielle künftige Entwicklungen und beruhen auf wechselseitigen Einflussfaktoren, für die jeweils mehrere denkbare Entwicklungsmöglichkeiten in der Zukunft berücksichtigt werden können. Ziel der Szenarioplanung ist die Unterstützung strategischer Entscheidungen durch das Verdeutlichen zukünftiger Chancen und Risiken.

Zur Erarbeitung der Szenarien im Rahmen des Zielfindungsprozesses der Metropolregion Hamburg wird ein so genannter „transformativer Ansatz“ der Szenarioplanung zur Anwendung kommen. Dieser ist eine praxisorientierte Methode der strategischen Vorausschau, die aus dem Unternehmen Shell heraus entwickelt wurde und sich deutlich von wissenschaftlichen (prospektiven) Ansätzen der strategischen Vorausschau unterscheidet. Sie zielt weniger auf die reine wissenschaftliche Analyse zukünftiger Entwicklungen. Der Schwerpunkt liegt darauf, ein gemeinsames Verständnis unter den regio¬nalen Akteuren der Metropolregion über mögliche Entwicklungen und Handlungs¬alternativen zu entwickeln. Transformative Szenarioplanung setzt stärker auf die Verständigung über notwendige Veränderungen und Weiterentwicklungen der Metropolregion als auf die reine Analyse möglicher Entwicklungen. Ausgangsbedingung ist, dass die Beteiligten den gemeinsamen Willen besitzen, in einer gegebenen Situation trotz unterschiedlicher Positionen zu Lösungs‐ bzw. Handlungsansätzen zu kommen.

Im deutschsprachigen Raum fanden in den letzten Jahren beispielsweise in Linz, Paderborn und Zürich vergleichbare Prozesse der Szenarioplanung statt. Ansätze der Szenarioplanung mit dem Einsatz von erweiterten Szenarienworkshops (siehe unten) wurden in den letzten Jahren mehrfach von Herrn Neumann, Büro für Szenarioplanung (NSP), (mit-)konzipiert und moderiert, so beispielsweise 2010 bei der Erarbeitung von bundesweiten Raumentwicklungsszenarien für das BBSR,  zwischen 2010-2012 im Stadt-Umlandraum Rostock im Rahmen der Klima-anpassungsstrategie Rostock, zwischen 2011-2013 in den Regionen Havelland-Fläming und Meißen (jeweils im Rahmen der regionalen Ressourceneffizienzstrategie) sowie zwischen 2000-2004 in der Europastadt Görlitz / Zgorzelec im Rahmen der grenzüberschreitenden Leitbildentwicklung.

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.