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Forschung

Das Fachgebiet Raumordnung und Planungstheorie beschäftigt sich mit Interdependenzen zwischen räumlichen Entwicklungsprozessen und gesellschaftlichen Steuerungsprozessen auf der überörtlichen Ebene (regional, landesweit, national und transnational). Die Forschungsaktivitäten basieren auf der Annahme, dass die Raumplanung als angewandte Wissenschaft nicht nur auf Deskription, Explanation und Prognose räumlicher Phänomene (kognitives Erkenntnisziel), sondern auch auf die Unterstützung von raumbezogenen Planungs- und Entscheidungsprozessen (normatives Erkenntnisziel) abzielt. Ausgangspunkt ist die Frage, wie zweckmäßige Strategien und Instrumente auszugestalten sind, um die Maxime einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung umzusetzen. Im Fokus stehen dabei insbesondere integrierte Steuerungsansätze, die die lokalen und regionalen Akteure zu einem strategischen Handeln befähigen.

Die Arbeiten tragen zu einem besseren Verständnis bei, wie die Produktion der räumlichen Ordnung mit dem Entscheidungshandeln gesellschaftlicher Akteure verknüpft ist. Besonderer Wert wird in der Forschung auf eine raumwissenschaftlich-interdisziplinäre Perspektive und die Schnittstellen der Planungs­wissenschaft zu Ingenieur- und Umweltwissenschaften auf der einen sowie Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften auf der anderen Seite gelegt. Theoretisch-integrierende Ansätze werden vor allem in steuerungs- und handlungstheoretischen Paradigmen gesehen. Die Begriffe der ‚Steuerung’ und des ‚Handelns’ leisten eine Verknüpfung von physisch-materiellen Gegebenheiten, individuellen Wahrnehmungen und der sozialen Welt. Damit bieten sich Möglichkeiten, materielle Handlungsfolgen und konstruktivistische Deutungen der Welt im Kontext eines kohärenten Denkmodells zu verbinden.

Im Fokus der Forschung des Fachgebiets stehen anwendungsorientierte Arbeiten zu vier thematischen Schwerpunkten:

  • Metropolenforschung: Fragen der Steuerung und Entwicklung von polyzentralen Ballungsräumen, Metropolitan Governance und stadtregionale Transformationsprozess
  • Schrumpfende Städte: Strategien des Umbaus von Städten und Regionen im demographischen Wandel in Europa, Nordamerika und Ostasien
  • Strategische Planung: Inhalte, Prozesse und Kontexte strategischer räumlicher Planung für Städte und Regionen
  • Planungstheorie: Reflektion von Planungspraxis und planungstheoretischen Diskursen, Themenkarrieren in der Planungs­wissenschaft

Mit dieser Ausrichtung passt sich das Fachgebiet in das internationale Forschungsprofil der Fakultät Raumplanung und das Kompetenzfeld Metropolenforschung der Universitätsallianz Ruhr ein. Damit wird eine enge interdisziplinäre Kooperation mit anderen Professuren an der TU Dortmund, der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen und außeruniversitäten Forschungsinstituten wie dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) erleichtert und die Vernetzung der planungswissenschaftlichen Forschungsarbeiten mit umwelt-, ingenieur-, wirtschafts- und politikwissenschaftlichen Forschungsinhalten befördert.

 

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.